Steigende Energieverbräuche und neue gesetzliche Vorgaben stellen viele Unternehmen vor neue Aufgaben. Mit einem Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh oder 7,5 GWh pro Jahr entstehen unterschiedliche gesetzliche Anforderungen, die eine strukturierte Erfassung und Auswertung der Energieverbräuche voraussetzen.

Welcher Schwellenwert für Ihr Unternehmen maßgeblich ist, hängt vom jährlichen Gesamtendenergieverbrauch ab. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Anforderungen gelten und welche technischen Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Umsetzung geschaffen werden sollten.

Was zum Gesamtendenergieverbrauch zählt

Der Gesamtendenergieverbrauch ergibt sich aus der Summe aller eingesetzten Energieträger. Für eine überschlägige Berechnung können folgende Umrechnungswerte verwendet werden:

  • 1 kWh Strom = 1 kWh Endenergie
  • 1 m³ Erdgas ≈ 10,4 kWh
  • 1 Liter Heizöl ≈ 10 kWh

Erst die Summe aller eingesetzten Energieträger entscheidet darüber, ob die gesetzlichen Schwellenwerte von 2,5 GWh oder 7,5 GWh Gesamtendenergieverbrauch erreicht werden.

Ab wann gelten welche Pflichten?

Gesamtendenergieverbrauch über 2,5 GWh pro Jahr

Ab einem Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh pro Jahr können sich aus dem Energieeffizienzgesetz zusätzliche Anforderungen ergeben. Transparente Energiedaten bilden die Grundlage, um Energieverbräuche nachvollziehbar zu erfassen, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und wirtschaftliche Entscheidungen auf belastbare Daten zu stützen. Mehr erfahren →

Gesamtendenergieverbrauch über 7,5 GWh pro Jahr

Ab einem Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh pro Jahr kann die Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach EMAS erforderlich werden. Ein technisch durchdachtes Messkonzept schafft die Voraussetzungen, um die benötigten Energiedaten zuverlässig zu erfassen und dauerhaft auszuwerten. Mehr erfahren →

Umlagereduzierung nach dem EnFG

Stromkosten durch reduzierte Umlagen senken

Neben Messkonzepten nach EnEfG kann für stromkostenintensive Unternehmen auch eine Umlagereduzierung nach dem Energiefinanzierungsgesetz (EnFG) relevant sein — inklusive der technischen Anforderungen an Strommengenabgrenzung und Nachweisführung. Mehr erfahren →

Unsere Lösung: Messkonzepte, die zu Ihrem Unternehmen passen

Ein Messkonzept muss sich an der vorhandenen Energieversorgung und den gesetzlichen Anforderungen orientieren. Deshalb beginnt die Planung nicht mit der Auswahl von Zählern, sondern mit einer strukturierten Analyse der vorhandenen Energieflüsse.

Auf dieser Grundlage planen wir die erforderlichen Messstellen und entwickeln ein technisch schlüssiges sowie wirtschaftlich sinnvolles Messkonzept. Je nach Aufgabenstellung werden dabei nicht nur Strom, sondern auch Erdgas, Wärme, Wasser, Heizöl oder weitere Energieträger berücksichtigt.

Unsere Messkonzepte entstehen auf Grundlage langjähriger Erfahrung aus Industrieprojekten mit bestehenden Energieverteilungen, Produktionsanlagen und gewachsenen Werksnetzen. Gleichzeitig entstehen sie aus der praktischen Planung elektrischer Energieverteilungen und Messsysteme in Industrieunternehmen unterschiedlicher Branchen.

Unser Ziel ist eine praxistaugliche Lösung, die sich in Ihre bestehende Infrastruktur integrieren lässt und die erforderlichen Energiedaten zuverlässig bereitstellt.

Sie planen ein Messkonzept nach EnEfG oder EnFG für Ihr Unternehmen?

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Von der Energieversorgung zum Messkonzept — eine technische Fallstudie

Ein vollständiges Messkonzept entsteht aus der systematischen Analyse der vorhandenen Energieversorgung.

Unsere technische Fallstudie zeigt den systematischen Weg von der Analyse der Energieversorgung über die Bewertung der Energieflüsse bis zur Festlegung der erforderlichen Messstellen. An einem praxisnahen Beispiel wird nachvollziehbar erläutert, wie verschiedene Energieträger – darunter Strom, Wasser, Erdgas, Wärme und Heizöl – in ein schlüssiges Gesamtkonzept eingebunden werden.

Die Fallstudie vermittelt die methodische Vorgehensweise bei der Planung eines Messkonzeptes und zeigt, welche technischen Überlegungen unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße für eine belastbare Energiedatenerfassung maßgeblich sind. Zur technischen Fallstudie →

Transparente Energiedaten als Grundlage wirtschaftlicher Entscheidungen

Belastbare Entscheidungen beginnen mit belastbaren Energiedaten. Wer seine Energieflüsse kennt, kann gesetzliche Anforderungen sicher erfüllen, Energieverbräuche gezielt analysieren und Investitionen wirtschaftlich bewerten. Wir unterstützen Sie dabei, die vorhandene Energieversorgung technisch zu analysieren, geeignete Messstellen festzulegen und ein Messkonzept zu entwickeln, das genau auf die Anforderungen Ihres Unternehmens abgestimmt ist.

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