Mit wachsender Produktion steigen auch die Energiekosten. Wird dabei ein Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh pro Jahr erreicht, können sich aus dem Energieeffizienzgesetz (EnEfG) zusätzliche Anforderungen ergeben.

Gleichzeitig bietet dieser Zeitpunkt die Chance, Energieverbräuche transparenter zu machen und Einsparpotenziale systematisch zu erschließen.

Dieser Beitrag vertieft einen Teilaspekt unserer Übersichtsseite Energiemonitoring & Energiedaten.

Gehört unser Unternehmen zu den betroffenen Betrieben?

Ab einem Gesamtendenergieverbrauch von 2,5 GWh pro Jahr, bezogen auf alle eingesetzten Energieträger, ist ein wesentlicher Schwellenwert erreicht.

Zur Orientierung:

Umrechnung gängiger Energieträger in Kilowattstunden
EnergieträgerEinheitca. kWh
Strom1 kWh1,0
Erdgas1 m³ca. 10,4
Heizöl1 Literca. 10,0

2,5 GWh entsprechen 2.500 MWh bzw. 2.500.000 kWh Gesamtendenergie pro Jahr.

Was bedeutet ein Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh für mein Unternehmen?

Mit einem höheren Energieverbrauch steigen auch die Anforderungen an einen systematischen Umgang mit Energie. Verschiedene Gesetze und Normen — beispielsweise das Energieeffizienzgesetz (EnEfG), das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G), Energieaudits oder Energiemanagementsysteme — verfolgen unterschiedliche Ziele. Gemeinsam ist ihnen jedoch eine wesentliche Voraussetzung:

Energieverbräuche können nur analysiert und optimiert werden, wenn sie bekannt und nachvollziehbar sind.

Mit steigendem Energieverbrauch wächst in der Regel auch das Potenzial, bisher unerkannte Energieeinsparungen aufzudecken.

Der größte Nutzen entsteht durch effiziente Nutzung der Energie

Das Wissen um den Gesamtverbrauch allein reicht nicht. Entscheidend sind die nächsten Fragen:

  • Welche Bereiche verursachen den größten Energieverbrauch?
  • Welche Anlagen laufen außerhalb der Produktionszeiten?
  • Wo entstehen Lastspitzen?
  • Welche Maßnahmen versprechen tatsächlich eine wirtschaftliche Einsparung?

Erst transparente Energiedaten ermöglichen es, diese Fragen belastbar zu beantworten.

So entstehen fundierte Entscheidungen, mit denen sich Energie effizienter einsetzen und Energiekosten nachhaltig senken lassen.

Welche Energiedaten werden tatsächlich benötigt?

Entscheidend ist nicht die Anzahl der Zähler, sondern ob die Messpunkte die wesentlichen Energieflüsse des Unternehmens abbilden.

Oft genügt bereits die getrennte Erfassung von

  • Produktion,
  • Verwaltung,
  • Lager,
  • Druckluft,
  • Kälteversorgung
  • sowie einigen größeren Einzelverbrauchern,

um aussagekräftige Informationen über die Energieverteilung zu erhalten.

Ein wirtschaftliches Messstellenkonzept konzentriert sich deshalb auf die Informationen, die für technische und wirtschaftliche Entscheidungen tatsächlich benötigt werden.

Transparente Energiedaten schaffen die Grundlage für fundierte Entscheidungen

Spätestens ab einem Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh lohnt es sich, die Energieverbräuche systematisch transparent zu machen.

Aus unserer Projekterfahrung in Industrieunternehmen wissen wir, dass sich ein wirtschaftliches Messstellenkonzept nicht am Schreibtisch entwickeln lässt. Zunächst muss die vorhandene Infrastruktur analysiert werden: Wo lassen sich Energiezähler sinnvoll integrieren? Welche Messstellen sind tatsächlich erforderlich? Können vorhandene Zähler weiter genutzt werden oder gibt es wirtschaftlichere Alternativen?

Erst auf dieser Grundlage entsteht ein Messkonzept, das mit möglichst geringem Investitionsaufwand genau die Energiedaten liefert, die für technische und wirtschaftliche Entscheidungen benötigt werden.

Arbeitet bereits ein Energieberater oder Energieauditor mit Ihrem Unternehmen zusammen, ergänzen wir dessen Tätigkeit durch die technische Analyse, Planung und Integration der erforderlichen Messinfrastruktur. So entstehen Lösungen, die den fachlichen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden können.

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Sie möchten wissen, wie ein wirtschaftliches Messstellenkonzept für Ihr Unternehmen aussehen kann? Wir zeigen Ihnen, welche Energiedaten benötigt werden und wie sich die Messinfrastruktur wirtschaftlich sinnvoll integrieren lässt.

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